Abpackanlage

Abpackanlage

Im Jahre 2006 entschloss sich die GENA / Rätzel GmbH, mit Sitz in Pulspforde, in neuen Räumlichkeiten eine Abpackanlage neu zu errichten. Diese besteht aus einer 3-bahnigen und einer 1-bahnigen Dosierwaage sowie einem Schneckendosierer mit Schlauchbeutelmaschine.

Bei der 3-bahnigen Dosierwaage besteht jede Rinne aus zwei Vibrationsrinnen, die beim vorgewählten Programm bzw. Gewicht das Produkt in die Dosiertasche leitet. Ist das gewünschte Gewicht erreicht, wird die Information zur Schlauchbeutelmaschine weitergeleitet. Diese Schlauchbeutelmaschine formt aus einer Flachfolie einen Beutel. Ist der Beutel fertig geformt, gibt die Schlauchbeutelmaschine ein Signal zur Waage, um das Produkt frei zu geben. Ist das Produkt in dem Folienbeutel angelangt, wird dieser automatisch verschweißt, gelangt auf ein Transportband, wird zum Etikettierer geführt und somit etikettiert. Nach dem Etikettieren wird es wunschgemäß verpackt, entweder in Kartons oder in E2-Kisten bzw. zur weiteren Lagerung auch in große Boxen.
Auch Salz ist hier abzupacken. Die Leistung hier liegt bei 16 Tonnen pro Schicht, bei einer Beutelgröße von ca. 5 kg.

Die zweite technische Einheit ist eine Schneckendosierung. Bei dieser Schneckendosierung werden alle pulverförmigen Gewürze, z.B. Paprika, Muskatnuss, Pfeffer, über eine Schnecke in einen Vorratstrichter gefüllt. Dieser Vorratstrichter wird immer auf einem gleichen Produktniveau gehalten.
Von dort aus geht es über eine zweite Schnecke durch einen Tubus in den vorgeformten Beutel der Schlauchbeutelmaschine. Wenn die Schlauchbeutelmaschine der Schneckendosierung den Befehl gibt, wird eine weitere Dosierung angefahren. Jedes Produkt hat sein eigenes Programm, welches in Versuchen ermittelt werden muss, denn anders, als bei der 3-köpfigen Dosierwaage wird hier das Gewicht nicht über Wiegen ermittelt, sondern über eine gewisse Umdrehungszahl der Schnecke, wenn man davon ausgehen kann, dass das Produkt immer ein gleiches Volumen in sich hat. Weiter geht es wie bei der 3-bahnigen Dosierwaage. Wenn das Produkt in den Beutel gelangt ist, wird dieser Beutel verschweißt, gelangt auf das Transportband und wird etikettiert und sodann wieder wunschgemäß in Kartons bzw. E2-Kisten verpackt.

Beide Dosiereinheiten werden über einen Vorratsbehälter bestückt. Dieser Vorratsbehälter wird vorher mit dem Produkt befüllt. Der Vorratsbehälter hat 500 Liter Volumen, in den je nach Produkt eine bestimmte Menge eingefüllt und auf die entsprechende Dosiereinheit eingestellt wird.

Für kleinere Losgrößen, bei denen es sich nicht lohnt, mit der 3-bahnigen Dosierwaage oder dem Schneckendosierer abzupacken, gibt es noch eine 1-bahnige Dosierwaage, welche ähnlich wie die 3-bahnige Dosierwaage arbeitet, aber nur eine Rinne hat, welche auch in einer Wiegeschale eingewogen wird. Nach dem Einwiegen wird manuell über einen Fußschalter das Entleeren in einen Beutel eingeleitet. Dieser Beutel wird danach manuell verschweißt.

Durch diese Konstellation der technischen Anlagen ist es der GENA GmbH möglich, Kleinstgebinde bis 60 g bis zu 25 kg in jedem Gebindevolumen mit diesen Anlagen abzufüllen.

Weitere technische Geräte sind ein Tumbler und ein Schneckenmenger, womit Mischprodukte hergestellt werden. In den Tumbler werden produktschonend Artikel vermischt, wie z.B. bunter Pfeffer, wo man sehr darauf achtet, dass das Produkt nicht verletzt aber gut durchmengt wird. Bei dem Schneckenmenger wird darauf Wert gelegt, dass das Mengergebnis sehr genau und gleichmäßig erreicht wird und wo man nicht sehr darauf achten muss, wie hoch das Gut beansprucht wird. Nach dem Mengen wird das Produkt in den Vorratsbehälter abgefüllt und zur Abfüllanlage zugeführt, wo es wiederum chargengerecht nach Kundenwunsch in Beuteln abgepackt werden kann.

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